Betriebliche Altersversorgung für Ehepartner – Viel verschenktes Renditepotential


Viele Freiberufler/Innen und Einzelunternehmer/Innen kennen und nutzen die Vertragsgestaltung Minijob für den Ehepartner schon lange, sparen damit Steuern und tun etwas für eine bessere Altersversorgung.

Sie auch, und auch schon seit langem? Dann können Sie die ersten beiden Absätze überspringen, sollten aber unbedingt den dritten Absatz lesen.

Wenn Sie selbstständig sind und Ihren Ehepartner auf Basis eines Minijobs beschäftigt haben, profitieren Sie bekanntlich mehrfach: Ihr eigener Betrieb/Praxis kann die Kosten des Gehalts und die reduzierten Beiträge zur Sozialversicherung absetzen. Und der Ehepartner zahlt nur die Pauschalsteuer. In der Praxis führt dies in der Regel dazu, dass auf 5.400 € fast keine Steuern anfallen (1). Für ein gleichartiges Steuersparmodell müssten Sie dagegen fast 10.000 € investieren, wenn es überhaupt noch Steuersparmodelle gäbe. (Achtung: Sie dürfen so nur vorgehen, wenn der Partner tatsächlich eine Leistung erbringt. Häufig geschieht dies aber unentgeltlich. In diesem Fall sollten Sie es arbeitsvertraglich regeln).

Zusätzlich profitieren Sie für Ihre Rente, wenn noch eine ebenfalls steuerlich absetzbare betriebliche Altersversorgung in Form einer Direktversicherung gewährt wird. Viele Unternehmer/Innen nutzen auch diese Vorteile bereits seit langem.

Seit langem …

… dann ist es leicht möglich, dass Sie zwischenzeitlich viel Steuerpotential nicht realisiert haben,
und zudem ist es auch noch möglich, dass Sie Renditepotential verschenkt haben.

Nicht realisiertes Steuerpotential

Grundsätzlich können Sie bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze in die für Ihren Betrieb/Unternehmen steuerlich absetzbare Direktversicherung einzahlen. Je mehr Sie einzahlen, umso höher fällt die zusätzliche Altersvorsorge aus, und umso höher ist die Steuerersparnis. Man sollte also eigentlich jährlich überprüfen, ob und in welchem Umfang die Beitragsbemessungsgrenze gestiegen ist, um gegebenenfalls den bestehenden Vertrag anzupassen. Hat man dies seit einigen Jahren nicht getan, kann sich eine schon merkbar höhere mögliche Beitragssumme ergeben, so dass man sich auch informieren sollte, ob es zwischenzeitlich nicht neuere bessere Versicherungsangebote gibt als die bisherige Versicherung. In einem solchen Fall kann es sinnvoll sein, den Zusatzbeitrag in eine zweite neue Direktversicherung einzuzahlen. Dies kommt Sie von der Belastung durch die Abschlusskosten in der Regel auch nicht teurer, als den bestehenden Vertrag zu erhöhen, denn auch Vertragserhöhungen werden mit Abschlusskosten belastet.

Wie viel Steuern haben Sie nicht eingespart, wenn Sie Ihren Vertrag seit mehreren Jahren nicht geprüft haben?

Das zeigt diese Grafik, wobei wir mit 42% Grenzsteuersatz plusSoli gerechnet haben:

140216s1

Wenn Sie also seit 2003 Ihre Beiträge nicht angepasst haben, haben Sie rund 100 € Steuerersparnis nicht realisiert.

Diese Zahlen mögen Ihnen vielleicht absolut gesehen klein vorkommen. Nur, in Zeiten des Niedrigzinsniveaus sollten Ihnen alle Mittel recht sein, um höhere Erträge aus Ihrer Altersversorgung zu erhalten. Dieses Jahr können Sie zum Beispiel im Vergleich zum vergangenen Jahr monatlich 6 € mehr in die Direktversicherung einzahlen. Bei dem Höchststeuersatz (nicht Reichensteuer) sparen Sie damit jährlich 31,90 € Steuern und Solidaritätszuschlag.

Verschenktes Renditepotential

Stellen Sie diese zusätzliche Steuerersparnis in Relation zum Gesamtjahresbetrag von 2.976 €, der in 2016 möglich ist, entspricht die zusätzliche Steuerersparnis durch einen monatliche Mehrbetrag von nur 6 € bezogen auf den Jahresbetrag 1,07%. Sie zahlen die Steuerersparnis nicht aus eigener Tasche, sodass diese Steuerersparnis wie eine zusätzliche Verzinsung interpretiert werden kann. Selbst wenn von dieser „Verzinsung“ noch die Vertragsverwaltungskosten abgehen, so einfach erreichen Sie heutzutage kaum eine derartig gute Verbesserung der Vertragsverzinsung für Ihre Altersversorgung.

Auf welches Zusatzrenditepotential Sie in den letzten Jahren möglicherweise verzichtet haben, zeigt folgende Grafik:

140216s2

Und noch besser können Sie dastehen, wenn Sie die jetzt für Sie möglichen Zusatzbeiträge in die neue Vertragsgeneration der Index-Policen einzahlen. Eine umfassende Artikelsammlung zu Index-Policen finden sie hier in unserem Versicherungs-Katalog.


(1) Möchten Sie mehr zu diesem Thema wissen, oder sollen wir Ihnen eine individuelle Berechnung erstellen, dann nutzen Sie unser Frageformular hier auf diesem Blog: Ihre Fragen – Unser kostenloser Service

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