Was Banken können, können Sie auch! Für Sie: Unser Besuch des Fondskongress 2014 -Teil 1


Es werden immer wieder einfache und verständliche Anlageprodukte für Verbraucher gefordert. In diesem Zusammenhang ließ sich die Verbraucherschützerin Edda Castellò vor einigen Tagen in der Sendung hart aber fair zu der sinngemäßen Aussage verleiten, dass Anleger nicht wissen müssten, wie Geldanlagen funktionieren. Denn schließlich müssen sie auch bei einem  Autofahren nicht wissen, wie genau ein Kraftfahrzeug funktioniere. Auch wir würden es schön finden, wenn es so wäre. Im Gegensatz zu der Verbraucherschützerin akzeptieren wir aber, dass sich die Funktionsweise eines Autos aus Naturgesetzen ergibt, dies aber nicht für den Bereich der Finanzen gilt. Volkswirtschaftslehre als grundlegende Wissenschaft für den  Finanzbereich ist eine Wissenschaft, die durch menschliches Handeln bestimmt wird. Hier glauben wir, dass nicht nur wir, sondern auch sonst sehr wenig Menschen davon ausgehen, dass deren Meinungen, Einstellungen und daraus resultierende Handlungen sich stringent naturwissenschaftlich erklären lassen.

Bild10Im Sinne vieler Verbraucherschützer scheint eine Bankeinlage in Form von Festgeld oder Tagesgeld eine sichere Anlage zu sein. Und diese Anlageformen scheinen auch für Verbraucher verständlich zu sein. Diese Annahme ist falsch. Denn Festgelder und Tagesgelder entstehen nicht aus dem Nichts. Sie stellen einfach ein Teil der Geldmittel dar, die Banken von Sparern (genau genommen als Darlehen, die Sparer den Banken gewähren) erhalten. Mit diesen ihnen anvertrauten Geldern erwirtschaften Banken dann durch ihre Investitionen (hoffentlich) Rendite. Idealerweise fällt diese  Rendite höher aus, als der Zins, den die Banken ihren Kunden für deren Einlagen bieten. Bitte denken Sie  an dieser Stelle daran, dass Banken aber nicht nur durch Vergabe von Kredite an Unternehmen, Privatkunden  und Häuslebauer Erträge erwirtschaften,  sondern auch so genannten Eigenhandel betreiben. Dies bedeutet, dass Banken in nahezu alle Möglichkeiten investieren, die ihnen der Finanzmarkt bietet. Wenn diese Geschäfte (manche sagen auch Spekulation) per Saldo gut ausgehen, so profitierten Sparer davon in der Form, dass sie neben dem aktuell geringen Zins auch ihr Geld zurück erhalten.

Sollte eine Bank aber einmal so hohe Verluste realisieren, dass diese ihr Eigenkapital übersteigen, so müsste die Bank eigentlich Insolvenz anmelden. Insoweit ist grundsätzlich die Sicherheit der Spareinlagen gefährdet, es sei denn Sicherungseinrichtung haben ausreichend Mittel und/oder Frau Merkel hält ihr demokratisch nicht legitimiertes Staatsversprechen.

Wer sich nicht hierauf verlassen möchten, aber auch wer entgegen dem Rat der Verbraucherschützerin wissen möchte, was mit seinem Geld geschieht, kann sich selbst sehr gut über die Anlagemöglichkeiten informieren, die Banken selbst nutzen.

Er kann sich aber nicht nur informieren, sondern auch selbst entsprechend investieren. Möglichkeiten hierzu bieten Investmentfonds. Das Anlagespektrum ist gewaltig und ändert sich immer wieder durch Innovationen. Fachleuten bietet der Mannheimer Fondskongress jedes Jahr Ende Januar umfassende Möglichkeiten um sich neu zu orientieren. Weil wir Transparenz lieben, möchten wir Sie an dieser Stelle an unserem diesjährigen Besuch teilhaben lassen. Einige Eindrücke zu ausgewählten Anbietern erhalten Sie in diesem und in einem folgenden Beitrag.

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Vorweg: Bitte beachten Sie, dass dieser Beitrag keine Anlageempfehlungen darstellt. Auch Investmentfonds beinhalten Risiken. Bevor Sie sich für eine Anlage in einen der genannten Fonds entscheiden, lassen Sie sich bitte ausführlich beraten, ob und in welchem Umfang dieser Fonds für Ihre persönliche finanzielle Situation angemessen ist. Beachten Sie auch, dass vergangene Entwicklungen der Fonds keineswegs ein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen darstellt.

Auf Ihren Wunsch hin, senden wir Ihnen gern die offiziellen Verkaufsunterlagen zu und beantworten wir gern Ihre kostenlos und unverbindlich Ihre Fragen. Hier können Sie uns Ihr Anliegen nennen: Kontakt FORAIM

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DNCA

Die französische Investmentboutique DNCA hatten wir bereits in früheren Jahren auf dem vom Kongress entdeckt. Nachdem wir uns dann näher mit deren defensiven Mischform DNCA Invest Eurose beschäftigt hatten, haben wir diesen Fonds in unser Defensives Musterdepot integriert. Im Nachhinein war dies eindeutig eine positive Entscheidung im Sinne unserer Kunden, denn der Fonds hat außergewöhnlich gute Ergebnisse erbracht. Bemerkenswert ist dieser Erfolg insbesondere deshalb, weil der Fonds keinerlei Derivate benutzt. Investieren darf der Fonds zu maximal 35 % in Aktien, zu 30 % im Wandelanleihen und bis zu 100 % in Anleihen oder Geldmarktpapieren aus dem europäischen Raum. Da sich der Fonds aber selbst durch den Verzicht auf Derivate in seinem Handlungsspielraum einschränkt und nur auf Europa fokussiert ist, halten wir im Sinne einer breiten Risikostreuung nur eine kleinere Beimischung für sinnvoll.

DNCA

Generell motivieren aber positive Ergebnisse, insbesondere wenn dieser Erfolg  von einer Investmentboutique stammt, uns auch mit weiteren Angeboten zu beschäftigen. Hierzu gehört der Long-Short Aktienfonds DNCA Invest Miura. Ein weiterer Fonds, der auf in unsere Watchliste aufgenommen wird.

Sarasin

Für ökologisch orientierte Anleger ist die Gesellschaft Sarasin mit einer langen Historie bekannt. Wir wollten uns speziell auch in diesem Anlagebereich wieder auf einen aktuellen Stand bringen, wobei uns insbesondere die ökologischen Auswahlkriterien und Nachhaltigkeitskriterien interessierten. Erhofft hatten wir uns hauptsächlich klare nachvollziehbare Kriterien. Auf ihrem Messestand war die Gesellschaft auf diese Fragen allerdings nicht vorbereitet. Wir müssen also warten, bis uns Informationen zugesandt werden. In unseren Augen etwas enttäuschend. Der erste Eindruck ist, dass ökologisch orientierte Anlagen nicht mehr im aktuellen Hauptfokus stehen (dem widersprechen allerdings einige Marketingmaterialien).

Petercam

Mischfonds sind ein wesentliches Element von ausgewogenen Anlagestrategien. Wie wir in früheren Beiträgen bereits gezeigt haben, kann es sehr sinnvoll sein, Mischfonds mit unterschiedlichen Investitionsansätzen zu kombinieren, um weitere Diversifikationseffekte zu erzielen. So macht es  natürlich  immer Sinn nach neueren Angeboten Ausschau zu halten. Petercam kann jetzt mit einer dreijährigen Historie für seinen Investmentfonds Petercam L Patrimonial ein Ergebnis aufweisen, dass es berechtigt erscheint, diesen Fonds auf unsere Watch-Liste für eine defensiv ausgelegte Anlagestrategie zu setzen. Der Fonds ist ein flexibel weltweit anlegender Mischfonds für Aktien und Renten. Im Jahr 2011 wurde ein ausgeglichenes Ergebnis von 0,07 % erreicht, im Jahr 2012 erzählte der Fonds ein Plus von 4,91 % und im Jahr 2013 ein Plus von 5,04 %. Weil bekanntlich nicht jeder Anleger seine Anlageentscheidung zum 1. Januar eines Jahres trifft, sollten immer auch die rollierenden Ergebnisse betrachtet werden. In einem solchen Zwölf-Monats-Zeitraum erzielte der Fonds bisher mit Ausnahme eines Monats nur positive Renditen.

petercam

Um in solchen doch recht kurzfristigen Zeiträumen durchgängig positive Ergebnisse zu  erzielen, ist ein sehr aktiver Managementansatz erforderlich. Tatsächlich gab es in jedem Monat seit Januar 2011 teils signifikante Verschiebung in der Aufteilung zwischen den unterschiedlichen Anlageklassen. Der Fonds investiert im Wesentlichen in Aktien und Renten, kann aber auch hohe Cash-Positionen mit Beimischung von Gold halten. So betrug im Januar 2011 die Cash-Quote fast 70%. Der Fonds investiert weltweit nach einem Top-Down Ansatz.

Amundi

Wenn es um die Sicherheit eines Investmentfondsdepots geht ist es immer interessant, sich auch mit den Angeboten der französischen Gesellschaft Amundi zu beschäftigen. Wir haben uns kurz über die Angebote an deren ETF  informiert sowie über deren Volatilitätsfonds. Volatilität sind vereinfacht gesagt  Messgrößen, die den Umfang der Schwankungen einer Anlage um dessen Durchschnittskurs widerspiegelt. Durch den Einsatz von Optionen und Derivaten ist es möglich aus starken Kursschwankungen Rendite für den Anleger zu erzielen. Somit kann eine Beimischung von Volatilitätsfonds zu einer Aktienanlage im Idealfall in einem Crash wie zum Beispiel im Jahr 2008 insgesamtdie Depotverluste reduzieren.

AmundiSpezialisten für diese Art von Investmentfonds sind aus unserer Sicht die Gesellschaften Amundi und Dexia. Es lohnt sich also, sich mit derartigen Fonds zu beschäftigen. Für uns ist es daher ein Muss, sich jedes Jahre auf dem Fondskongress intensiv über diese Fonds auszutauschen.

Positiv bei den ETF’s der Gesellschaft Amundi ist anzumerken, dass die Gesellschaft die hinter den ETFs stehenden Anlagen (Aktien oder Renten) immer im Eigentum behält und im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern diese nicht verleiht (mit Ausnahme von drei ETFs, die bis zu 28 % ihrer Assets verleihen dürfen).

Janus

Dieser englischen Fondsgesellschaft haben wir ebenfalls einen kurzen Besuch abgestattet. Hier interessiert uns immer wieder das Angebot an US Aktienfonds, da wir schon vor Jahren zeitweise positive Erfahrungen mit Janus-Fonds hatten. Im Bereich der Large Caps beobachten wir insbesondere den Janus US Twenty, der sich auch in einigen Musterdepots unseres Hauses befindet. Im Mai 2013 gab es einen Managerwechsel, der dem Fond aber nicht zum Nachteil geriet, denn gegenüber der Indizes Dow Jones und S&P 500 erzielte der Fondsmanager eine Out Performance.

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Freuen Sie sich auf unsere zweite Folge. Hier werden wir unter anderem über die Gesellschaft Ignis Asset Management berichten. Diese Gesellschaft verwaltet die Kapitalanlagen von englischen Lebensversicherungen, die den aktiven Vertrieb eingestellt haben. Ein Thema, was uns auch in Deutschland in Zukunft mehr beschäftigen könnte. Wenn Sie unserem Blog folgen, werden Sie immer automatisch benachrichtigt, wenn wir neue interessante Themen für Sie haben.

Nachtrag: Den zweiten Teil lesen Sie hier.

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