Finden Sparer in Deutschland Banken, die zu den sichersten Banken der Welt gehören?


Jährlich erstellt das New Yorker Fachmagazin Global Finance Ranglisten der sichersten Banken der Welt (1). Und siehe da, vier deutsche Banken finden sich in den Top-Ten wieder. Also doch keine Sorgen machen? Leider müssen wir hier den „normalen“ Sparer enttäuschen.

Folgende  deutsche Banken finden sich in den internationalen  Top-Ten

sbwAllerdings: Die KfW- Bank ist eine reine Förderbank, Sie bekommen dort günstig Kredite, können dort aber kein Geld in Form von Tages- oder Festgeld anlegen und auch kein Girokonto führen. Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist ebenfalls eine reine Förderbank mit den gleichen Einschränkungen. Die L-Bank als Staatsbank für Baden-Württemberg sieht ihre primären Aufgaben ebenso im Bereich der Förderung und damit der Kreditvergabe und das gleiche gilt für die nordrhein-westfälische NRW Bank. Wenn Sie von der Sicherheit dieser Banken partizipieren möchten, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit Wertpapiere dieser Banken wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen zu kaufen. Aber Achtung: Hier gilt die Einlagensicherung nicht.

Um im Weltvergleich sichere deutsche Banken zu finden, bei denen der Sparer sein Geld anlegen könnte, haben wir uns zusätzlich die Liste der 50 sichersten Banken weltweit angeschaut: Immerhin auf Platz 26 findet sich die Sparkassen Finanzgruppe und auf Platz 40 die DZ Bank. Allerdings, wenn denn die Sparkassen tatsächlich als sichere Banken gelten sollen, so sind so manche Äußerungen des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und  Giroverbandes Georg Fahrenschon schwer zu deuten ….

  • „Die Niedrigzinsphase kostet die deutschen Sparkassen jährlich etwa 500 Mio. Euro“ (2)
  • „Wir müssen uns überlegen, ob wir alle davon abhängig sein wollen, dass dort (bei der Deutschen Bank) niemals gravierende Fehler gemacht werden“ (3)

Wie in einem der letzten Blogbeiträge möchte ich hier wieder die Bilanzsummen der Banken als Maßstab für die Sicherheit oder Unsicherheit der Bankeinlagen heranziehen. (Die Bilanzsumme gibt auf der einen Seite an, wie viel Mittel die Banken anderen Marktteilnehmern insgesamt schulden – inklusive Eigentümer, und auf der anderen Seite, wie hoch Ihre Forderungen sind).Auf alle deutschen Banken bezogen ergibt sich ein  Betrag von über 9.000 Mrd Euro.  Das ist beindruckend und macht deutlich, wie verletzlich die Finanzwelt bei Fehlern der Banken ist. Nur leider macht der Anteil der Deutschen Finanzinstitute, die sich weltweit unter den  sicheren Top Ten befinden mit  810.530 Mio Euro Bilanzsumme nur 8,7% der Bilanzsumme aller deutschen Banken aus.

BBBHWill man den Rang 26 und 40 noch als sicher bezeichnen, so könnten ca. 37%  der  gesamten deutschen Bankbilanzsummen als sicher bezeichnet werden. Nur der Sparkassen Chef glaubt leider selbst nicht so recht an die Unverwundbarkeit – siehe oben -. Schade und nicht so beruhigend, macht doch der Anteil der Sparkassen an der gesamten Bankenbilanzsumme 24,8% aus.

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Anmerkungen / Links zu den Artikeln – Aussagen

(1) Artikel Global Finance

(2) Die Niedrigzinsphase kostet die deutschen Sparkassen jährlich etwa 500 Mio. Euro

(3) Wir müssen uns überlegen, ob wir alle davon abhängig sein wollen, dass dort (bei der Deutschen Bank) niemals gravierende Fehler gemacht werde

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