Wo bleiben die Schlagzeilen? Banken verkauften ihre Ladenhüter-Aktien an Kunden


frisch getickert

BANKEN VERKAUFEN LADENHÜTER-AKTIEN AN IHRE KUNDEN

so berichtet es jedenfalls der Spiegel in seiner aktuellen Printausgaben – allerdings mit nur in einem kurzen Beitrag (1). Nach einer Untersuchung der Frankfurt School of Finance & Management und der Goethe Universität sollen Banken und Sparkassen von Ende 2005 bis 2009 „erstaunlich viele miese Papiere“ aus deren Eigenhandel an ihre Kunden verkauft haben.

Sollte diese Untersuchung zutreffen, so haben Kunden dieser Institute in guten Zeiten zu wenig gewonnen und in schlechten Zeiten zuviel verloren:

2005 bis 2009In einem solchen Fall würden Kunden von den sicher ausgesprochen guten Kenntnissen der Institute aus deren Research-Abteilungen keinen Nutzen, sondern umgekehrt eher Schaden haben.

Banken, die Eigenhandel mit Aktien betreiben, haben natürlich grundsätzlich Interessenkonflikte. Durch strikte interne Regelungen können diese aber vermieden werden. Auf der anderen Seite haben Anleger natürlich auch die Möglichkeiten ihre Anlegeentscheidungen mit unabhängigen Beratern zu erörtern.

Die Untersuchung des Studienautors Prof. Falko Fecht konnte ich auf die Schnelle leider noch nicht im Netz finden. Es wird aber sicher interessant sein, diese zu studieren.

Es bleibt allerdings noch die Frage: Wo bleiben die Schlagzeilen? Sind Aktienanleger nicht schützenswert?

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Anmerkungen:

(1) Wallstreet online hat hier ebenfalls eine Zusammenfassung veröffentlicht

4 Gedanken zu “Wo bleiben die Schlagzeilen? Banken verkauften ihre Ladenhüter-Aktien an Kunden

      1. genau. Noch weniger reguliert und undurchsichtiger. Ganz klar die bessere Entscheidung! Ob man jetzt von einer Bank oder einer „bankunabhängigen Investmentfondgesellschaft“ für dumm verkauft wird macht keinen Unterschied. Beide kassieren eine unverhältnismäßig hohe Provision.

      2. Man muss unterscheiden. Es gibt Investmentfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind und eben nicht zugelassen. Die „zugelassenen“ sind reguliert und transparent. Jedenfalls kann der Anleger sich recht genau über einzelne Fonds informieren. Es ist auch einfach heraus zu bekommen, was verdient wird. Im Übrigen muss der Vertrieb, also zum Beispiel die Bank darüber informieren. Bei uns finden Sie auf der Homepage unter „Fairness und Transparenz“ ebenfalls zu fast allen Produkten entsprechende Informationen. Weiterhin gibt es diverse Möglichkeiten Investmentfonds mit Nachlässen zu kaufen. Ob dann eine unverhätnismässige hohe Provision entsteht, muss der Kunde anhand der Leistungen entscheiden, die er dafür geboten bekommt.

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