Besondere Gelegenheit: Berufsunfähigkeitsversicherungen


Man kann den Eindruck gewinnen, unsere Politiker versuchen alles, um unsere Gesundheit zu erhalten und zu stärken, damit wir arbeiten können: Veggie-Day, Warnungen auf Zigarettenpackungen, ….

Natürlich hat für jeden von uns  – eine hoffentlich- gute Gesundheit weit mehr positive Aspekte, als nur denjenigen, arbeitsfähig zu sein.  Nur: trotz all unserer Bemühung lassen sich Krankheiten nicht vermeiden. Vergangene Krankheiten aber können ein großes Hindernis darstellen, wenn wir eigenverantwortlich sicherstellen möchten, dass unsere wirtschaftliche Existenz auch bei längeren oder immer andauernden Krankheiten gesichert bleibt.

Ja, wir müssen tatsächlich Eigeninitiative zeigen, wenn wir gegen finanzielle Folgen einer Berufsunfähigkeit abgesichert sein wollen. Denn der Staat lässt uns hier seit dem Jahr 2001 im Regen stehen. Die gesetzliche Rentenversicherung kennt mit wenigen Ausnahmen seitdem nur noch eine sehr restriktive Erwerbsunfähigkeitsversicherung – und keine Berufsunfähigkeitsabsicherung mehr.

BU AktionViele Menschen zeigen die notwendige Eigeninitiative und entscheiden sich, eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Aber nicht jeder bekommt sie. Denn es besteht für die privaten Versicherungen kein Zwang jedem Interessierten einen solchen Schutz anzubieten. Die Entscheidung hängt davon ab, welche Erkrankungen der/die Antragsteller/In  bisher im Leben hatte. Die Fragen der Versicherungen beziehen sich dabei auf einen sehr langen Zeitraum und werden sehr umfassend gestellt.

Wer bekommt keine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Nach einer aktuellen Statistik von Morgen & Morgen (1) erhalten nur 75% all derjenigen, die einen Antrag auf Abschluss stellen , einen uneingeschränkten Versicherungsschutz. 4,36% aller Anträge werden von den Gesellschaften abgelehnt. Der Anteil derjenigen, die einen Abschluss wünschen und ihn nicht erhalten, wird aber höher liegen. Es gibt unterschiedliche Gründe, die im Vorfeld dazu führen, dass gar nicht erst ein Antrag gestellt wird. Nicht erfasst in der Statistik sind zum Beispiel:

  • Potentielle Kunden, die eine Voranfrage stellen,  die negativ entschieden wird
  • Potentielle Kunden, denen der Vertreter/ Makler aufgrund ihrer Gesundheitsgeschichte gleich von  der Antragsstellung ablehnt
  • Potentielle Kunden, die den Antrag zurückstellen bis innerhalb des abgefragten Zeitraums keine relevanten Erkrankungen  mehr erscheinen

BUZ AnnWir halten diesen Anteil derer, die keine adäquate Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, für beträchtlich. Und wir denken der Gesetzgeber hätte mehr zu tun, als uns nur zum gesunden Leben anzuhalten. Er könnte zum Beispiel einen sogenannten Kontrahierungszwang für die Versicherungsgesellschaften einführen. In einem solchen Fall müssten die Gesellschaften – unabhängig von der bisherigen Krankheitsgeschichte – mit jedem, der es will, eine solche Versicherung abschließen. Leider setzt der Gesetzgeber andere Prioritäten.

Sehr selten ergreifen die Versicherer Initiativen, um diesen Mangel wenigsten etwas zu beheben. Zum Beispiel,  indem sie zeitlich begrenzt einen erleichterten Zugang zur Berufsunfähigkeitsversicherung ermöglichen. Jeder der bisher aufgrund der umfangreichen Fragen zu seinen vergangenen Erkrankungen diese Absicherung nicht erhalten konnte, sollte sehr genau beobachten, wann sich solche Chancen ergeben.

Aktuell bietet die Alte Leipziger einen deutlich erleichterten Zugang zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Dies Angebot ist umso bemerkenswerter als diese Gesellschaft vielfach – unter anderem von der Stiftung Warentest – hervorragende Beurteilungen zu der Qualität ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten hat. Nähere Informationen erhalten Sie hier auf unserer Homepage.

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Anmerkungen

(1) Veröffentlicht in AssCompact August 2013 , Seite 46/7

3 Gedanken zu “Besondere Gelegenheit: Berufsunfähigkeitsversicherungen

  1. Naja, die Regierung hat ja probiert die Berufsunfähigkeitsversicherung einem größeren Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen… Leider nur mit mäßigem Erfolg, denn man hat sich offensichtlich nur wenige Minuten mit dem Thema beschäftigt. Anders ist dieser Schuss in den Ofen nicht zu erklären. Und taub und/oder beratungsresistent ist man auch da oben. Die kritischen Stimmen, die schon im Vorfeld auftraten, wurden nämlich gepflegt ignoriert.

    1. Ich habe da einige Fragen zu:
      1. Was meinen Sie damit, die Regierung versuche die BU einem großen Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen? Rürup?
      2.Gegen wen, welche Untersuchungen etc seien „di da oben“ beratungsresistenz?
      3. Wenn Sie Werbung für Ihre Seite machen – ist ja grundsätzlich legitim- warum dann unter Pseudonym?

      1. zu 1. Ich meine damit den Versuch den Abschluss einer BU zu fördern. Voraussetzung dafür war/ist dann aber eine lebenslange Rente.

        zu 2. Es gab im Vorfeld diverse Berichte, unter anderem von Franke&Bornberg. Mir fallen leider nicht alle wieder ein, aber ein Versichten/Verbraucher-Verband hat auch dazu Stellung bezogen.

        zu 3. Mit richtigem Namen ist das so eine Sache… und wenn ich ähnlich wie Sie die Domain oder ähnliches nutze, habe ich die Erfahrungen gemacht, dass meine Kommentare dann noch eher gelöscht werden.

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