Degressive Rendite bei Lebensversicherungen


Dass konventionelle Lebens- und Rentenversicherungen nicht mehr das bringen, was einmal erwartet wurde, dürfte allgemein bekannt sein. Und dennoch scheint uns, dass nicht sehr viele Sparer hieraus Schlüsse ziehen. Man wartet häufig erst einmal ab, wie die Sache sich entwickelt. Dies führt seit einiger Zeit zu einer degressiven Rendite.

Für unsere Kunden mit konventionellen Lebens- und Rentenversicherungen verfolgen wir fortlaufend die Entwicklung dieser Verträge. Hier das Ergebnis einer heute erstellten Berechnung:

Gesellschaft: Gothaer (Restlaufzeit bis Mai 2015)

  • Die prognostizierte Rendite auf das aktuelle Guthaben und zu zahlende Beiträge einschliesslich nicht garantierter Überschussanteile betrug vor einem Jahr 3,51%
  • Aktuell beträgt die Rendite in Erwartung der nicht garantierten Ablaufleistung nur noch 3,22%
  • Das ist eine Reduktion von fast 8%!
  • Das Guthaben und die in den letzten 12 Monate gezahlten Beiträge haben sich mit ca.  3,22% verzinst. Dies entspricht auch der prognostizierten weiteren Rendite.(1)

Im Vergleich zu Festgeld ist diese Rendite immer noch gut. Aber die Rendite entwickelt sich degressiv, sie nimmt in letzter Zeit kontinuierlich ab. Und diese Abnahme – nicht allein die absolute Höhe – macht es für jeden Sparer erforderlich sich mit dieser Thematik zu beschäftigen.

Es scheint auch wenig Grund zu geben, nur deshalb durchzuhalten, um einen möglichen Schlußgewinn zu erhalten. Denn wenn die Rendite der vergangenen 12 Monate auch der zukünftigen Rendite bis zum Ende der Laufzeit entspricht, bleibt wohl kaum die Chance eines Schlussgewinns.

Man könnte diese Abnahme der Rendite als temporär marktbedingt abtun und weiter abwarten. Denn natürlich gibt es auf nahezu jedem Markt (Aktienmarkt, Immobilienmarkt usw.) ein „Auf und Ab“. Aber dabei verkennt man, dass die „Krise“ dieser Form der Altersversorgung eine Folge des niedrigen Zinsniveaus ist und damit eine Folge des Beinahe-Banken-Crashs aus 2008 und somit zum Teil wiederum in Verbindung mit der Eurokrise steht. Es scheint uns zumindest naheliegend, dass die Abnahme der Lebensversicherungrendite also auch strukturell begründet ist. Und dies ist etwas grundsätzlich anders als ein Auf und Ab in irgendeinem Markt.

Häufig beobachten Anleger ihr vielleicht relativ kleines Investmentfondsdepot kontinuierlich, vergessen aber dabei sich mit den eventuell viel höheren Werte innerhalb Ihrer konventionellen Versicherungen zu beschäftigen.

Mehr Information und einen Pressespiegel finden Sie auf unserer Homepage.

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(1) Etwas Verzerrung besteht in der genannten Berechnung, weil für 4 Monate eine Beitragsdynamik-Erhöhung vorlag. Die Auswirkungen sind in diesem Fall aber vermutlich gering.

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