Die Zukunft deutscher Lebensversicherungen ist in England Historie


„Die Altersversorgung der Deutschen ist in Gefahr“ so lautet eine Überschrift der Weltonline vom heutigen Tage. Ja, es zeichnet sich schon lange ab, dass die konventionellen deutschen Lebens- und Rentenversicherung in die Zinsfalle tappen.

Das Thema Zinsfalle ist ein umfassendes Thema, aber um es ganz einfach auszudrücken: Die Lebensversicherungen haben bei dem aktuellen Zinsniveau und der Konzentration ihrer Anlagen auf als „sicher“ geltende Papiere keine Chance, die Garantiezinsen – zumindest älterer Verträge- zu erwirtschaften.

Nun wird in Folge der Finanzkrise versucht, mit Solvency II die Sicherheit der Anlage in Lebensversicherungen zu erhöhen. Aber so langsam erkennen auch Lebensversicherungen, dass „Sicherheit“ und „Rendite“ häufig diametral gegensätzlich sind.

Wenn man aber die Begriffe „Sicherheit“ und „Rendite“ nicht auf eine Anlageklasse, sondern ein breites diversifiziertes Anlageportfolio bezieht und eine dynamische – also keine zeitpunktbezogene – Betrachtung abstellt, so besteht durchaus die Chance ein Anlagekonzept zu finden, welches beide Kriterien in recht hohem Umfang erfüllt.

Auf Deutsch:

  • die Anlagen dürfen keine Konzentration auf eine Anlageklasse aufweisen
  • die Anlageklassen sollen wenig korrelieren
  • und zumindest über einen längeren Zeitraum sollen Verluste einzelner Anlagen durch Gewinne ausgeglichen werden.

Das Anlageergebnis soll also geglättet werden. Und genau dahin gehen die Bestrebungen der Versicherungen, wie der oben erwähnte Artikel zeigt. Aber sollte Solvency II kommen, werden diese Ansätze torpediert, weil die Gesellschaften zu viel Eigenkapital für diese alternativen Anlagen bereit halten müssen.

Was auf Deutsch Glättung heißt, heißt auf englisch Smoothing. Und genau dieses Konzept stellt in England seit mehr als 100 Jahren das Erfolgsrezept für Lebensversicherungen dar.

Diese sogenannten With-Profit-Policen investieren in Aktien, Renten, Immobilien und alternative Anlageklassen. Grundsätzlich sind damit die Renditechancen höher, aber es gibt auch Jahre mit Verlusten. Diese Jahre stellen aber in der Regel kein Problem für die Anleger in diesen Verträgen dar, denn Ihren Verträgen werden auschliesslich positive Erträge zugeordnet. Diese zugeordneten Erträge sind in guten Marktjahren geringer als der tatsächliche Anlageerfolg, denn die Spitze der nicht zugeordneten Erträge dient dazu für schwache Jahre einen Puffer zu bilden. Dies ist der für deutschen Versicherungen so nötige Glättungseffekt; die Engländer haben ihn bereits seit mehr als 100 Jahren.

  • auf deutsch: Glättung
  • in Englisch : Smoothing

Die Anlageerfolge englischer With-Profit- Verträge lassen sich sehen:

Derartige Tarife englischer Gesellschaften sind von einigen Gesellschaften auch in Deutschland nach deutschem Vertragsrecht abzuschliessen.

Warum also auf die ungewisse Zukunft deutscher Versicherungen warten, wenn es diese Angebote schon lange von englischen Versicherungsgesellschaften zu haben gibt.

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